Bedarf an günstigem Wohnraum in Esslingen
Günstiges Wohnen oder günstiges Parken?
7.03.2025 | Aktuelles
Die Gemeinderatsfraktionen von CDU, Freie Wähler und FDP/Volt setzen sich für den Bau eines modernen Parkhauses in zentraler Lage ein. Tim Hauser von der CDU betont: »Gute Parkmöglichkeiten in Altstadtnähe sind wichtig für den Handel.« Rena Farquhar von FDP/Volt ergänzt: »Wenn wir eine lebendige Innenstadt wollen, müssen wir gute Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehört ein attraktives Parkplatzangebot.« In dieser Logik sollte der Esslinger Einzelhandel florieren. Seit Monaten ist das Parken auf dem zentral gelegenen Karstadt-Areal rund um die Uhr kostenlos möglich.
Die Kosten für den Bau eines einzigen Tiefgaragenplatzes belaufen sich mittlerweile auf etwa 60.000 €, in einem Parkhaus auf etwa 30.000 €. Um solche Parkflächen zu günstigen Preisen anbieten zu können, sind erhebliche Subventionen notwendig. FDP/Volt haben im Gemeinderat die Wiedereinführung des Stadttickets aus Spargründen abgelehnt. Die Bus-Taktung auf die Fildern soll aus Kostengründen reduziert werden, was zu einem Anstieg des Kfz-Verkehrs nach Esslingen führen wird. Der Erhalt der aktuellen Bus-Taktung wäre aus unserer Sicht sinnvoller als der Bau eines weiteren Parkhauses zu den mäßig ausgelasteten sieben bestehenden öffentlichen Parkhäusern und Tiefgaragen rund um den Altstadtring.
Wir sehen dringenden Bedarf an günstigem Wohnraum anstelle von günstigem Parken!
Das kostenlose Parken auf dem Karstadt-Areal verdeutlicht, dass das Ladensterben eher durch den Online-Handel verursacht wird. Um dem entgegenzuwirken, sollten wir eine attraktive Altstadt gestalten. Die Fußgängerzone Ritterstraße und die geplante autoarme Umgestaltung des Marktplatzes sind entscheidende Schritte in diese Richtung.
Ist die CDU Esslingen lernfähig?
Eine überproportionale Verdichtung in der Pliensauvorstadt, bei gleichzeitigem Verlust der einzigen Sport- und Freifläche, halten wir für völlig inakzeptabel. Für CDU, Freie Wähler und SPD scheinen die Interessen der Menschen in der Pliensauvorstadt eine untergeordnete Rolle zu spielen.
Das soziale Herz der Pliensauvorstadt erhalten
Was verbindet uns? Unsere historische Altstadt, eine lebendige Innenstadt und die kulturelle Vielfalt? Dazu gute Verkehrsinfrastruktur, nachhaltige Mobilität und sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer? Oder klimawirksame Freiflächen, Bäume statt Versiegelung sowie funktionierende Quartiere mit Angeboten für alle – insbesondere für Jugendliche?
NACHGEFRAGT – auf dem VfL-Post-Gelände
Wir wollen wissen, was Anwohnerinnen und Anwohner zu den Bebauungsplänen des VfL-Postgeländes der Stadt sagen.
An einem sonnigen Samstag treffen wir Sportler auf dem VfL-Postgelände. Einer von ihnen findet, Plätze wie dieser seien sehr wichtig für junge Menschen, um neue soziale Verbindungen zu knüpfen, und man solle ihnen solche Plätze nicht einfach wegnehmen.
Die Zukunft des VfL-Post in der Pliensauvorstadt?
Unsere Idee für den Vfl Post: Ein Bürgerpark mit Aktivspielraum als konsumfreier Treffpunkt. Ausserdem braucht die Pliensauvorstadt einen reaktivierten Sportplatz mit Gaststätte. Dazu gehört der Erhalt des Bolzplatzes und des vorhandenen Calisthenic Parks. Beide Freizeitangebote werden von jungen Menschen sehr gut angenommen.
Wenig Antworten zur Zukunft der Sportfläche
Zwei junge Filmemacher und „WIR/Sportplätze erhalten“ wollten letzten Mittwoch im Vorfeld kommender Abstimmungen erfahren: Wie stehen Stadträte zum Erhalt der Sport- und Freifläche auf dem ehemaligen VfL-Post-Gelände? Wie werden die Menschen in der Pliensauvorstadt an der Entscheidung beteiligt?
Die Filmemacher und Jörg Sanzenbacher hatten fünf Fragen vorab verschickt.
Kommunalpolitische Themenvielfalt
Die sitzungsfreie Zeit für den Gemeinderat über die Osterferien geht zu Ende und eine ganze Reihe unterschiedlicher kommunalpolitischer Themen steht auf der Agenda:
Wie geht es für die Stadtbücherei weiter nach dem klaren Ergebnis des Bürgerentscheids? Wer trifft hier wann welche Entscheidungen? Welche Rolle spielt dabei der überraschende Weggang der Kulturamtsleiterin?
