Paradoxe Debatte
Das soziale Herz der Pliensauvorstadt erhalten
08.05.2026 | Aktuelles
Was verbindet uns? Unsere historische Altstadt, eine lebendige Innenstadt und die kulturelle Vielfalt? Dazu gute Verkehrsinfrastruktur, nachhaltige Mobilität und sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer? Oder klimawirksame Freiflächen, Bäume statt Versiegelung sowie funktionierende Quartiere mit Angeboten für alle – insbesondere für Jugendliche?
Besonders paradox wirkt eine aktuelle Debatte um Hitzeschutz: Im Ausschuss (ABMK) herrscht einerseits Konsens über die Notwendigkeit von Klimaanpassung und Verschattung. Auch das Hitzeschutzkonzept für Schulen (ABEB) verdeutlicht, dass wir vorausschauende Planung gegen Hitzeereignisse brauchen. Andererseits drängen mehrere Fraktionen auf rasche Bebauung von Flächen, die zur Klimaanpassung wichtig sind und wertlvollen Baumbestand besitzen. Konkret geht es um das VfL-Post-Gelände, vom Bürgerausschuss völlig zu Recht als das ehemals „soziale Herz der Pliensauvorstadt“ bezeichnet, heute wieder Treffpunkt für Jugendliche, sowie Sport- und Bewegungsfläche für alle. Zudem mildert das Gelände als Kaltluftschneise Hitzeereignisse ab.
Eine Potenzialanalyse zeigt: Die Pliensauvorstadt soll einen überdurchschnittlichen Bevölkerungszuwachs tragen. Dabei ist das Quartier bereits dicht bebaut und besitzt wenig nennenswerte Freiflächen. Wird der Stadtteil bei der Wohnbauentwicklung überfordert, während es in städtischer Hand Flächen mit deutlich weniger Konfliktpotenzial gibt?
Der Grundsatz einer lebenswerten Stadt sollte auch für die Vorstadt und deren Bewohner gelten. Wir müssen Verantwortung übernehmen und sollten nicht wertvolle Flächen unwiderruflich versiegeln, Menschen ihre sozialen Treffpunkte und Jugendlichen ihre Sportflächen nehmen.
Zum Nachtragshaushalt der Stadt Esslingen
Esslingen steckt in einer akuten, tiefen Finanzkrise. Diese krisenhafte Situation wird noch eine Weile andauern. Sie gefährdet nicht nur den Esslinger Haushalt, sondern auch die Handlungs- und Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Die zentrale Frage ist: Wie können wir diese Krise gemeinsam bewältigen?
Sportflächen – wichtig für Prävention und Klima!
Die Diskussion um das VfL-Postgelände in der Pliensauvorstadt wirft Fragen zu sozialem Zusammenhalt, Jugendförderung, Gewaltprävention und Klimaschutz auf.
Ist die CDU Esslingen lernfähig?
Eine überproportionale Verdichtung in der Pliensauvorstadt, bei gleichzeitigem Verlust der einzigen Sport- und Freifläche, halten wir für völlig inakzeptabel. Für CDU, Freie Wähler und SPD scheinen die Interessen der Menschen in der Pliensauvorstadt eine untergeordnete Rolle zu spielen.
Das soziale Herz der Pliensauvorstadt erhalten
Was verbindet uns? Unsere historische Altstadt, eine lebendige Innenstadt und die kulturelle Vielfalt? Dazu gute Verkehrsinfrastruktur, nachhaltige Mobilität und sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer? Oder klimawirksame Freiflächen, Bäume statt Versiegelung sowie funktionierende Quartiere mit Angeboten für alle – insbesondere für Jugendliche?
NACHGEFRAGT – auf dem VfL-Post-Gelände
Wir wollen wissen, was Anwohnerinnen und Anwohner zu den Bebauungsplänen des VfL-Postgeländes der Stadt sagen.
An einem sonnigen Samstag treffen wir Sportler auf dem VfL-Postgelände. Einer von ihnen findet, Plätze wie dieser seien sehr wichtig für junge Menschen, um neue soziale Verbindungen zu knüpfen, und man solle ihnen solche Plätze nicht einfach wegnehmen.
Die Zukunft des VfL-Post in der Pliensauvorstadt?
Unsere Idee für den Vfl Post: Ein Bürgerpark mit Aktivspielraum als konsumfreier Treffpunkt. Ausserdem braucht die Pliensauvorstadt einen reaktivierten Sportplatz mit Gaststätte. Dazu gehört der Erhalt des Bolzplatzes und des vorhandenen Calisthenic Parks. Beide Freizeitangebote werden von jungen Menschen sehr gut angenommen.
