Unterstützung für den Sportplatz-Erhalt
Wenig Antworten zur Zukunft der Sportfläche
24.04.2026 | Aktuelles
Wie stehen Stadträte zum Erhalt der Sport- und Freifläche auf dem ehemaligen VfL-Post-Gelände?
Zwei junge Filmemacher und „WIR/Sportplätze erhalten“ wollten letzten Mittwoch im Vorfeld kommender Abstimmungen erfahren: Wie stehen Stadträte zum Erhalt der Sport- und Freifläche auf dem ehemaligen VfL-Post-Gelände? Wie werden die Menschen in der Pliensauvorstadt an der Entscheidung beteiligt?
Die Filmemacher und Jörg Sanzenbacher hatten fünf Fragen vorab verschickt. Ziel: Transparenz vor anstehenden Entscheidungen schaffen, damit Bürgerinnen und Bürger wissen, woran sie bei ihren gewählten Vertretern sind.
Nur wenige Ratsmitglieder waren bereit, Stellung zu beziehen. Michael Weinmann (Freie Wähler und Unternehmer im Baugewerbe) machte deutlich, dass er dort die Bebauung wolle – vor der Kamera sagen wollte er das jedoch nicht. Die CDU erschien erst gar nicht zum Gespräch und nutzte geschlossen den Rathaus-Hintereingang. Die SPD verweigerte sich ebenfalls. Im Ausschuss selbst wurde deren Linie dann doch klar: Eine Bebauung des Geländes soll vorangetrieben werden. Die Grünen lehnten Interviews ab, die AfD wollte sich bedeckt halten.
Offene Unterstützung für den Sportplatze-Erhalt kam lediglich von Jes Gunnesson im Namen der Linken. Er betonte die Bedeutung der Fläche als sozialer Treffpunkt – gerade für junge Menschen in der Pliensauvorstadt.
Dabei zeigen die Zahlen ein deutliches Ungleichgewicht: Laut Baulandsbericht könnten in Esslingen 3.028 neue Wohneinheiten entstehen, fast 21 Prozent davon in der Pliensauvorstadt – obwohl dort nur rund 7 Prozent der Bevölkerung leben. Selbst bei Erhalt der Sportfläche läge der Anteil noch bei etwa 16 Prozent.
Die zentrale Frage bleibt offen: Wie viel Verdichtung verträgt ein Stadtteil, bevor die letzten Freiräume verloren gehen?
Ist die CDU Esslingen lernfähig?
Eine überproportionale Verdichtung in der Pliensauvorstadt, bei gleichzeitigem Verlust der einzigen Sport- und Freifläche, halten wir für völlig inakzeptabel. Für CDU, Freie Wähler und SPD scheinen die Interessen der Menschen in der Pliensauvorstadt eine untergeordnete Rolle zu spielen.
Das soziale Herz der Pliensauvorstadt erhalten
Was verbindet uns? Unsere historische Altstadt, eine lebendige Innenstadt und die kulturelle Vielfalt? Dazu gute Verkehrsinfrastruktur, nachhaltige Mobilität und sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer? Oder klimawirksame Freiflächen, Bäume statt Versiegelung sowie funktionierende Quartiere mit Angeboten für alle – insbesondere für Jugendliche?
NACHGEFRAGT – auf dem VfL-Post-Gelände
Wir wollen wissen, was Anwohnerinnen und Anwohner zu den Bebauungsplänen des VfL-Postgeländes der Stadt sagen.
An einem sonnigen Samstag treffen wir Sportler auf dem VfL-Postgelände. Einer von ihnen findet, Plätze wie dieser seien sehr wichtig für junge Menschen, um neue soziale Verbindungen zu knüpfen, und man solle ihnen solche Plätze nicht einfach wegnehmen.
Die Zukunft des VfL-Post in der Pliensauvorstadt?
Unsere Idee für den Vfl Post: Ein Bürgerpark mit Aktivspielraum als konsumfreier Treffpunkt. Ausserdem braucht die Pliensauvorstadt einen reaktivierten Sportplatz mit Gaststätte. Dazu gehört der Erhalt des Bolzplatzes und des vorhandenen Calisthenic Parks. Beide Freizeitangebote werden von jungen Menschen sehr gut angenommen.
Wenig Antworten zur Zukunft der Sportfläche
Zwei junge Filmemacher und „WIR/Sportplätze erhalten“ wollten letzten Mittwoch im Vorfeld kommender Abstimmungen erfahren: Wie stehen Stadträte zum Erhalt der Sport- und Freifläche auf dem ehemaligen VfL-Post-Gelände? Wie werden die Menschen in der Pliensauvorstadt an der Entscheidung beteiligt?
Die Filmemacher und Jörg Sanzenbacher hatten fünf Fragen vorab verschickt.
Kommunalpolitische Themenvielfalt
Die sitzungsfreie Zeit für den Gemeinderat über die Osterferien geht zu Ende und eine ganze Reihe unterschiedlicher kommunalpolitischer Themen steht auf der Agenda:
Wie geht es für die Stadtbücherei weiter nach dem klaren Ergebnis des Bürgerentscheids? Wer trifft hier wann welche Entscheidungen? Welche Rolle spielt dabei der überraschende Weggang der Kulturamtsleiterin?
